Plörre

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Plörre, die: Im finstersten Mittelalter zusammengepanschtes, alkoholisches Getränk, mit Stimmungsgarantie.

Der Ursprung der Plörre geht zurück auf Meister Leonardus Molotov (Erfinder) und Albert (n.n.g.M.a.n.d.) Erstmals hergestellt wurde es zu Lethos im Jahre des verwirrten Flughundes. Mit Fug und recht darf behauptet werden, das kein Getränk diesem gleichkommt,weder an Geschmack noch an Geschmacklosigkeit.

Die Zubereitung einer Plörre ist stark von Umwelteinflüssen abhängig, und dadurch schwierig. Erlesenste Zutaten im richtigen Verhältnis zusammengeschmissen und in der passenden Atmosphäre stundenlang innig gehätschelt und getätschelt garantieren für einen Rausch ohne Reue. Saufen stilvoll… will sagen: mit einem ganz eigenen Stil. Sehr zu empfehlen.

Herstellung

Benötigte technische Ausrüstung

  • 1x Topf, möglichst alt und rostig, denn nur in einem solchen Gefäß kann die Plörre ihr wahres Aroma entfalten…
  • 1x „Leonardus Landmann 1a Standgrillfass“ mit Kohlefeuerung nach LIN100
  • 4x Schaschlikspieße oder ähnliches Gerät (möglichst verbogen um das Obst bzw. störende Fremdobjekte herauszufischen… )
  • 1x Messer (möglichst stumpf, hat sich als am besten erwiesen…)
  • Diverse Becher verschiedener Machart aus möglichst unterschiedlichen Materialien, bevorzugt mit Henkel.

Ingredenzien

(berechnet für 6 Personen; ausreichend für ca. 1 Stunde)

  • 2,00l billigster roter Tafelwein
  • 0,75l Baron D’Arignac, franz. roter Tafelwein
  • 0.75l Le Baron, verflucht schlechter Rotwein
  • 0.75l Chianti, beliebiger aber billigster Natur
  • 0,20l Bärenjäger, ostpreussischer Bärenfang
  • 0,20l Pott40, bester Importrum
  • 150gr. Zucker
  • 500gr. Äpfel, rotbäckig
  • 0,20l Pott40, bester Importrum

Die Rotweine sind bei Bedarf durch andere zu ersetzen, je billiger desto gut. Nicht empfohlen wird allerdings der Stilbruch mit Wein aus TetraPak Behältnissen. Nicht das das nicht eine praktische Inovation ist. Aber so tief sinken nicht mal wir.

Benötigte Umwelteinfluesse

Zum Gelingen der Plörre tragen die gegebenen Umweltbedingungen (insbesondere: die Stimmung, die Gemütsverfassung und der Enthusiasmus der Anwesenden) wesentlich bei, da sie es sind die erst die Magie des Augenblicks in den Topf (und damit in das Getränk) bannen. Ohne Stimmung geht es nicht, sie ist unabdingbar. Gelingt das Einfangen der Stimmung nicht, ist die Plörre dazu verdammt bloß ein x-beliebiges, alkoholisches Getränk zu sein.

Folgende Parameter haben sich als hilfreich erwiesen:

  • Die Zubereitung muss in gemütlicher, lockerer Atmosphäre geschehen. Feindseligkeiten oder Misstrauen werden das Getränk verderben.
  • Mindestens 5 Personen müssen bei der Zubereitung der Plörre anwesend sein, und sich durch Äpfelschälen, Flaschenöffnen, Wein nachschütten oder Zucker zugeben beim Zusammenpanschen einzubringen.
  • Unabdingbar ist es, das die Anwesenden aus Personen beiderlei Geschlechtes bestehen.

Zubereitungsempfehlung

Zuerst ist es nötig, im Landmann eine kräftige Glut anzufachen. Danach stelle man den Topf auf den geheizten Rost und gebe in beliebiger Reihenfolge die beschriebenen Weine hinein. Jene Flüssigkeit erhitze man stark, verkoche sie aber nicht zu sehr. Nach den Weinen gebe man ebenfalls den Bärenjäger und den Rum hinzu, sowie die geschnittenen und geschälten Äpfel und den Zucker in den Topf. Das nun entstandene Gebräu muss heiß gehalten werden und ziehen. Weiteres kochen ist nicht erforderlich; stellt aber kein Problem dar.

Sodann ist die Plörre nach etwa 15 Minuten trinkfertig. Nun schöpfe man mit Henkelbechern die Flüssigkeit aus und genieße die Atmosphäre, lasse die Gedanken schweifen und sei gesellig. Doch Obacht: Mit nur einer Mischung ist es nicht getan!

Um die Stimmung zu steigern ist es nötig, ständig Weine nachzuschütten, und das Gebräu weiter zu kochen und den Topf immer wieder aufzufüllen. Der Phantasie in Bezug auf die verwendeten Alkoholika oder auch Nichtalkoholika sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Basis, die die Magie in den Topf bannt, ist bereits da. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.

So alle Maßgaben erfüllt sind wird man mit diesem Rezept einen wunderschönen Abend (oder auch einen Nachmittag, bis hin zum nächsten Morgen…) wunderbar ausgestalten können. Eindeutig ist jedem zu raten, dieses einmal auszuprobieren, denn es ist wirklich und wahrhaftig viel mehr als bloß Glühwein….

Mit Empfehlungen und Grüßen von Leonardus Molotov und Albert; an die Crew von Lethos I + II, insbesondere aber an unsere Gäste, will sagen an den guten Tim, den zauseligen Bertzel, die köpfeverdrehende Sandra, an unsere wunderschöne Tütendreherin und an alle anderen lieben Gäste in unserem heimeligen Zelt…

Sonderinformation

Nachträglich von der Lethos SL genehmigt und auf Lethos II das erste Mal eingesetzt

Die Zubereitung einer Plörre errichtet im Zelt ( und nur im Zelt, nicht in Burgen, nicht in Tavernen – nirgendwo sonst!) eine Friedenszone. Aggression, Feindseeligkeit etc. ist nicht mehr möglich und eine Person, welche das Zelt betritt benimmt sich sehr, sehr freundlich. Sie hat kein großes Interesse mehr das Zelt zu verlassen wenn sie erstmal drin ist und der Wille dazu (der aber prinzipiell frei ist!!!) nimmt zusätzlich proportional zur Dauer des Aufenthaltes ab…

Solltet ihr das auf einem Con durchführen wollen weisen wir explizit darauf hin das die Friedenszone nur so lange hält wie die Plörre noch lebt. Das bedeutet: Ein Topf voller kalter Flüssigkeit an dem seit 10 Minuten keiner mehr Interesse gezeigt hat bedeutet das Ende jeder Friedenszone. Natürlich kann man aber wieder von vorne anfangen. Die Friedenszone ist aktiviert sobald die ersten Dämpfe und Düfte der Plörre die Nasen erreicht haben.

Viel Spaß.

(Tip: Story ausdrucken und sie als GenehmigungsEntscheidungshilfe der SL zeigen…)

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